Reit- und Fahrverein Kißlegg e. V.

Über uns

1973:

Im Herbst 1973 wurde von den Herren Weeber, Präg, Kolb, Neumann und Schupp eine Fuchsjagd abgehalten. Die positive Resonanz war Anlass zusammenzusetzen um über eine Gründung bzw. Wiedergründung eines Reit- und Fahrvereins zu sprechen.

 

1974:

Am 24. Januar 1974 wurde im Gasthaus zum Goldenen Adler die Gründungsversammlung des Reit- und Fahrvereins Kißlegg e. V. abgehalten und der Verein mit 47 Mitgliedern gegründet. Folgendem Zweck wurde er damals neue Verein unterstellt. “Der Verein ist gemeinnützig und dient der Förderung und Ausbildung des Reit- und Fahrsports, insbesondere der Jugend und Kameradschaft…”

Bei Bemühungen, einen geeigneten Übungsplatz zu finden, stellte Familie Vollmer dem Verein kostenlos einen Platz zur Verfügung. Die Gemeinde ließ notwendige Planier- und Aufschüttarbeiten verrichten. Bereits im Juli 1974 wurde der so neu entstandene Reitplatz unter Mitwirkung der Musikkapelle Kißlegg feierlich eröffnet.

Hier fanden die ersten Reitstunden statt:

Sonntags: 10.00 Uhr – allgemeines Reiten

Dienstags: 19.30 Uhr – Turniertraining

Die Trainingsarbeit war witterungsbedingt oftmals stark eingeschränkt. Bald wurde deshalb der Wunsch nach einer Reithalle laut, damit beständige Ausbildungsarbeit geleistet werden konnte.

 

1975:

Der Verein entschloss sich erstmals einen Reitertag im herrlichen Schlosspark zu veranstalten, der am 7. September stattfand. Weiteres standen folgende zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm des noch “jungen Vereins”.

31. Januar: Interner Reiterball im Goldenen Adler

08. Februar: Narrensprung in Kißlegg

16. März: Schaureiten in Rinningers Halle Motto: “Ein junger Verein zeigt seine Winterarbeit”

01. Mai: Kutschfahrt nach Eggenreute mit 5 Gespannen

25. Mai: Volksritt in Waldburg

09. November: Gemeinsamer Ausritt nach Diepoldshofen

Verteit übers ganze Jahr:

  • Teilnahme an Turnieren umliegender Vereine
  • Mitgestaltung vom 4 Reiterhochzeiten
  • Teilnahme an 4 Festzügen, 5 kirchlichen Ritten
  • 3 gemütliche Treffen am Lagerfeuer

 

1976:

Vorstand und Ausschuss berieten in vielen langen Gesprächen die Möglichkeiten des Reithallenbaus. Dazu wurden im Januar umliegende Reithallen besichtigt. Bald wurde die Planung konkret, die von Mitglied Architekt Schebitz übernommen wurde. Voraussetzung sollte ein Hallenmindestmaß von 20 x 40 m sein, um auch für Turnierzwecke auszureichen.

 

1977:

Nach einigen Verzögerungen seitens der Genehmigungsbehörden konnten im Juli diesen Jahres die lang erwartete Baugenehmigung entgegen genommen werden. Nun ging es ans Werk. Rund 100 fm gestiftetes Bauholz musste in Eigenleistung der Mitglieder geschlagen und gesägt werden. Zur Verbesserung der finanziellen Lage wurde trotz Hallenbau ein “großes” Turnier beschlossen, und eine Altmaterialsammlung durchgeführt. Ertrag: 15 t Glas, 10 t Papier = 1.500 DM.

Schon im Herbst konnte aufgerichtet werden. Die Außenschalung wurde noch vor Wintereinbruch angebracht und am 31.12.1977 war es soweit:

Die Halle wurde intern in Betrieb genommen – 1. Silvesterrreiten des Reit- und Fahrvereins Kißlegg e. V..

 

1978:

Bereits in der Generalversammlung am 10. Februar konnte der Vorsitzende stolz den 1. Bauabschnitt als beendet erklären. Bauabschnitt 2 (Unterstellmöglichkeiten, sanitäre Anlagen, Reiterstüble) folgte auch bald darauf. Alles wurde zum größten Teil in Eigenleistung erstellt, worauf der Verein sehr stolz sein kann. Am 11. bis 13. August 1978 wurde die neu gebaute Halle ofiziell eingeweiht:

Aus dem Programm:

  • Feierliche Eröffnung der Reithalle
  • Tanz mit der Musikkapelle Kißlegg
  • Festzug von Kißlegg zur Reithalle mit Musikkapelle, Fanfarenzug, Standartenabordnung und Festkutschen
  • Festgottesdienst
  • Reitvorführungen der benachbarten Vereine

 

1979:

Im Jahre 1979 fand in Kißlegg erstmals ein Fohlenbrennen statt. Außerdem veranstaltete der Verein sein 3. Schloßparkturnier. Im Dezember wurde eine Voltiergruppe gegründet.

 

1980:

In diesem Jahr bestand im März erstmals in Kißlegg die Möglichkeit das Reiterabzeichen in Bronze zu erwerben.

9 Vereinsmitglieder (5 Erwachsene / 4 Jugendliche) nahmen daran teil.

Am 16. + 17. August bestand wieder der Grund zu Feierlichkeiten: Die neue Standarte wurde eingeweiht. Aus der SZ vom 20. August 1980: “So wählte man auf der einen Seite das in einem Wagenrad sichtbare Wappen und den Steigbügel. Ob hoch auf dem Pferd oder mit dem Rad unterwegs, so die Intention der Bildersprache, die gemeinsam verbindende Heimat bleibt als Kraftquelle stets an erster Stelle. Die andere Seite wurde ganz dem Kamerad auf vier Beinen, dem Pferd, geweiht. Denn die Liebe zum Pferd ist ja das gemeinsame Band des Reiters…”

 

1981:

Die Reithalle des Patenvereins in Bernhausen/Filderstadt wird feierlich eingeweiht. Unser Verein wirkte mit einer von 8 Reitern gerittenen Springquadrille am Schauprogramm mit. Außerdem reisen eine Gruppe Mitglieder vom 2. – 9. August nach Ungarn. Traditionell im zweijährigen Abstand fand auch in diesem Jahr ein Schlossparkturnier statt – das Vierte.

 

1982:

 An Reiselust fehlte es auch in diesem Jahr nicht. Ziel war diesmal Vorarlberg, unterwegs waren 20 Jugendliche. Am 17. Juli lud der Reitverein umgliegende Reitergruppierungen aus Leupolz, Wolfegg, Diepoldshofen und Christazhofen zu einem Sternritt mit Lagerfeuer ein.

 

1983:

Ein großes Ereignis stand heute hervor: Im Rahmen des Schlossparkturniers wurden die Meisterschaften der Arbeitsgemeinschaft Oberschwaben ausgetragen. Mit diesem Turnier wurde auch das 10-jährige Jubiläum des Vereins mit einem gemütlichen Abend im Schloss gefeiert.

 

1984:

Im Hof der Reithalle heißt es in diesem Jahr mal wieder Hand anzulegen: Im Mai wird ein Teil des Hallenvorhofes mit Pflastersteinen ausgelegt.

Am 7. September 1984 übernimmt der Reit- und Fahrverein die Patenschaft zur Standartenweihe vom RV Biberach. 20 Reiter und die Bläsergruppe nahmen an diesem Fest teil.

 

1985:

Die Voltigiergruppe unter der Leitung von Helene Frick ist in diesem Jahr sehr aktiv und erfolgreich. Sie trainieren mit dem Pferd Suryko. Im Juli findet im Rahmen des 6. Schlossparkturniers ein Voltigierturnier statt, bei dem die vereinseigene Gruppe einen 2. Platz erreicht.

 

1986:

Wie schon im Vorjahr veranstaltet der Verein eine Voltigier-Attraktion: Ein Schauvoltigieren der Arbeitsgemeinschaft Oberschwaben mit 6 teilnehmenden Gruppen.

Zudem fand das 2. Voltigierturnier in Kißlegg statt. Die Kißlegger Gruppe errang einen 1. Platz (Kat. CN.).

 

1987:

Am 25. + 26. Juli wurde das 7. Schlossparkturnier veranstaltet. Besonderer Anziehungspunkt waren Gespannprüfungen vor dem Schloss.

 

1988:

In der Generalversammlung am 15. Januar wurden viele Ämter neu besetzt. Vorstand Adolf Schupp legte nach vierzehn Jahren sein Amt aus beruflichen Gründen nieder. Nachfolger wurde Franz Kolb. Der Vereinsausflug in diesem Jahr führte nach München zur Bayern-Pferd Ausstellung. Zum 25-jährigen Jubiläum besuchten Vertreter den Patenverein in Bernhausen/Filderstadt. Das Schauprogramm am Sonntag wurde durch die Voltigiergruppe mitgestaltet. Auch in Kißlegg wurde in diesem Jahr gefeiert: Am 17. und 18. September fand das Landesbläsertreffen mit feierlichem Festprogramm statt.

 

1989:

Im Kißlegger Schlosspark fanden die ARGE Meisterschaften in der Sparte Dressur, Springen und Zweispänner statt.

 

1990:

Beim KK-Schießen der ARGE Oberschwaben in Hergensweiler im Januar war unser Verein als zweitstärkste Mannschaft vertreten. Am 5. und 6. Mai veranstaltete der Verein einen Vierkampf. Eingeladen waren Isny-Rohrdorf und Wangen. Die erstmals ausgetragene Veranstaltung stieß auf positive Resonanz.

 

1991:

Am 27. und 28. April wurde nochmals ein Vierkampf veranstaltet. Im Rahmen des Schlossparktuniers am 6. und 7. Juli wagte sich der Reitverein an ein bedeutendes Ereignis: Die Württembergischen Meisterschaften der Fahrer wurden augetragen (Ein- und Zweispänner).

 

1992:

Am 28. November fand ein Longierlehrgang unter der Leitung von Herrn Lorenz statt.

 

1993:

Im März dieses Jahres wurde ein Schlepper zur Hallenpflege angeschafft. Außerdem stand eine umfangreiche Hallendacherneuerung auf dem Programm. Vom 25. bis 27. Juni wurde ein Schlossparkturnier verstaltet.

 

1994:

Vom 20. bis 23. Mai fand die 600-Jahr-Feier Marktrecht und Gerichtbarkeit in Kißlegg statt. Der Reitverein übernahm einen Teil der Bewirtung und demonstrierte eine traditionelle Schmiede sowie einen Pferdemarkt. Beim parallel dazu veranstalteten Freileichttheater “Die Herren von Kißlegg und das Recht” beim alten Schloss wirkten Reiter sowie deren Pferde mit.

 

1995:

Für die Vereinsmitglieder wurde ein Ausflug zur “Pferd-International” Ausstellung nach München angeboten. Dieser fand am 28. Mai statt.

Nach einjähriger Pause fand traditionell das Schlossparkturnier statt.

 

1996:

Im Schlosspark wird vom Fanfarenzug ein großes Ritterfest veranstaltet. Mit dem dort bewirteten Kaffee-Kuchen-Stand konnte ein großes “Plus” in der Vereinskasse verbucht werden. Vorstand und Ausschuss beschäftigen sich dem Gedanken, wo und wie ein neuer Außenreitplatz zustande kommen könnte.

 

1997:

Die Bewässerungsanlage der Reithalle wird umfangreich erneuert. Außerdem findet das 12. Schlossparkturnier statt.

 

1998:

Bei der Generalversammlung am 9. Februar gab Franz Kolb seinen Rücktritt als langjähriger Vorsitzender bekannt. Für die Besetzung dieses Amts wurde ein dreiköpfiges Vorstandsteam gebildet. Dies waren Eva Kraft, Christel Minsch (Geb. Joos) und Wilfried Prinz.

 

1999:

Der Beschluss einen Reitplatz zu bauen wird endgültig gefasst. Verschiedenste Lagemöglichkeiten werden durchdacht. Letztendlich fällt die Entscheidung auf das Grundstück neben der Halle. Der Baubeginn war im Frühjahr 2000 geplant.

Das 13. Schlossparkturnier fand vom 23. bis 25. Juli statt. Vom 2. bis 3. Oktober wurde das 25-jährige Bestehen des Reit- und Fahrvereins gefeiert.

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